Kent Chan ist Künstler, Kurator und Filmemacher. Seine Praxis bewegt sich an den Schnittstellen von Kunst, Fiktion und Kino und versteht diese als sich überschneidende und ständig wandelnde Formen des Erzählens und der kulturellen Produktion. In seinen Arbeiten, die Filme, Texte, Gespräche, Ausstellungen und kollaborative Projekte umfassen, beschäftigt er sich damit, wie Bilder, Narrative und Bewegtbildkulturen unser Verständnis von Geschichte, Erinnerung, Orten und möglichen Zukünften prägen.
Ein wiederkehrender Schwerpunkt in der Arbeit von Kent Chan ist die Auseinandersetzung mit dem Tropischen als kultureller und historischer Vorstellung sowie mit dem Verhältnis von Klima, Hitze und künstlerischer Produktion. Dabei geht er der Frage nach, wie Umweltbedingungen die Art und Weise beeinflussen, wie Kunst entsteht, erfahren und gedacht wird. Darüber hinaus setzt er sich mit den Hinterlassenschaften der Moderne auseinander und erkundet alternative Perspektiven auf Kultur, Wissen und gesellschaftlichen Wandel.
Seine Arbeiten verbinden künstlerisches Experimentieren mit Recherche und Dialog und eröffnen neue Zugänge zu Fragen von Geschichte, Ökologie, Kultur und Imagination.