Künstlerhaus Bethanien

Francisco González-Rosas

Aufenthalt

08.01.2026 –

18.12.2026

the museum of the copy/pasted identities, 2024, Multimedia-Installation, Foto: Darren Rigo

Francisco González-Rosas (er/dey) ist ein Performance- und New-Media-Künstler, dessen Praxis aus einer postkolonialen Perspektive kritische und spekulative Verflechtungen zwischen Körper und Technologie untersucht. Inspiriert von Internetkultur, sozialen Interfaces sowie der Überfülle an Bildern und Selbstrepräsentationen innerhalb digitaler Netzwerke, widmet sich Francisco der Bildproduktion als einem zentralen Aspekt der zeitgenössischen Gesellschaft. Mithilfe von Performance, Video, Installation sowie generativen und digitalen Medien erforscht seine Arbeit, wie Technologie und vernetzte Medien Subjektivitäten hervorbringen und soziale, ökonomische sowie ästhetische Beziehungen beeinflussen.

Die Arbeit von Francisco González-Rosas ist in einer konzeptuellen Praxis verortet, die als Hyper-Selbst-Mediation bezeichnet wird – eine studio-basierte Produktionsstrategie, die normative Ansätze der Selbstrepräsentation infrage stellt. Anstatt naturalistische Darstellungen zu verfolgen, vermittelt die Hyper-Selbst-Mediation depersonalisierte Formen der Selbstbildgebung, indem sie den Körper von seiner physischen Form abstrahiert und die beteiligten technischen Schnittstellen in den Vordergrund rückt. Dadurch werden die historischen und kulturellen Konfigurationen sichtbar gemacht, die in Technologie und Medien eingeschrieben sind. Die Verschmelzung digitaler und physischer Welten, die hier durch eine dekoloniale Linse betrachtet wird, ist Teil eines größeren zeitgenössischen Diskurses, für den Legacy Russells Glitch Feminism paradigmatisch steht. Innerhalb dieses Rahmens fungiert der „geglitchte“ Körper als ein Zeichen, das rechnerische Prozesse – ebenso wie deren ideologische, ethische und materielle Nachwirkungen – repräsentiert.

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