Rexy Tseng arbeitet mit Malerei und Installationen. Seine Motive entstehen aus schwarzem Humor und unerfüllten Wünschen, die er in der heutigen Gesellschaft beobachtet. Dabei greift er vor allem auf persönliche Erfahrungen und aktuelle Ereignisse zurück. Mit seiner Kunst hinterfragt der Künstler gängige Erzählungen und zeigt auf, dass freier Wille und Fortschritt oft begrenzt sind.
Seine Arbeiten wirken bewusst ungeordnet und absurd und spiegeln den angeschlagenen Optimismus unserer Zeit wider. Rexy Tseng setzt sich mit den Problemen des Technokapitalismus, der Konsumkultur und einer nicht aufgearbeiteten Vergangenheit auseinander. Die Bilder zeigen verletzliche, schwache Momente. Indem er menschliche Körper mit Ruinen verbindet, entstehen Darstellungen, die eher Gefühle als logisches Denken ansprechen. Er möchte, dass sich Betrachter*innen mit den gesellschaftlichen Grenzen identifizieren, in denen sie leben.
In seinen Installationen verwendet Rexy Tseng abgenutzte Objekte aus industrieller Produktion, also typische Produkte der Globalisierung. Er gibt ihnen neue Bedeutungen, indem er ihre ursprüngliche Funktion infrage stellt. Wenn vertraute Dinge in ungewohnten Situationen auftauchen, entstehen Irritationen und Widersprüche. So macht der Künstler Verletzlichkeit sichtbar und übt zugleich Kritik – direkt, körperlich spürbar und emotional.
Grundsätzlich stellt er in seiner Arbeit Fragen wie: Wer hat Vorteile in unserer Gesellschaft, und wer wird ausgeschlossen? Warum wirken manche Bilder besonders stark? Wodurch erhalten Objekte ihren Wert? Wie werden Technologien genutzt, um Ungleichheiten aufrechtzuerhalten? Und was passiert, wenn diese Technologien versagen?