Künstlerhaus Bethanien

Ruti de Vries

Aufenthalt

12.01.2026 –

15.07.2026

Wormhole, Ausstellungsansicht, Foto: Liat Elbling

Ruti de Vries’ künstlerische Arbeit lässt sich mit einer ständig wachsenden Spirale vergleichen. Immer wieder kommen neue Motive und Materialien hinzu, aus denen sich nach und nach eine rätselhafte Bildwelt entwickelt, die ihre Werke durchzieht. Dabei bezieht sie sich sowohl auf antike Kunst als auch auf Mode und Theater.

Sie arbeitet schnell und intuitiv, wechselt zwischen sehr konzentrierter, fast obsessiver Arbeit und spontanen, ausdrucksstarken Gesten. Ihre Werke bestehen aus vielen unterschiedlichen Materialien und wirken oft wie unvollständige Hüllen oder leere Körper. Diese objektartigen Gebilde stehen in bühnenähnlichen Räumen, in denen die Zeit scheinbar stillsteht – als wäre eine Bewegung oder Handlung gerade eingefroren. So entsteht eine stille Szene voller Spannung und Gefühl.

In diesen sorgfältig gestalteten, aber fragmentarischen Zwischenräumen verschwimmen die Grenzen: zwischen Mensch und Tier, männlich und weiblich, natürlich und künstlich. De Vries arbeitet in unterschiedlichen Medien, vom Nähen bis zur Computeranimation, wobei jedes Medium seinem eigenen Rhythmus folgt. Durch verschiedene handwerkliche Techniken setzt sie sich mit Themen wie Geschlechterrollen, Arbeit und kreativen Hierarchien auseinander, aber auch mit kulturellen Phänomenen wie Kitsch und Melodrama. Verzierungen, Muster und Symmetrien spielen dabei eine zentrale Rolle und erzeugen eine Spannung zwischen Fläche und Raum, zwischen Zeichnung und Skulptur, zwischen Symbol und körperlicher Präsenz.

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