Thérèse Mastroiacovo
Meine Arbeit behandelt das unstete Verhältnis der Kunst zu ihrer eigenen Begriffsbestimmung, die zu bestimmten Zeiten für eine Neudefinierung mehr oder weniger zugänglich ist. Diese verschiedenen Grade der Zugänglichkeit eröffnen Räume, die zu Irrwegen, Prozessen und Prozeduren führen. Genau hier setzt meine Arbeit an, sprich in Momenten, in denen aktive Formen des Betrachtens Umstände erschaffen, […]
Patrik Elgström
Das Atelier ist Ausgangspunkt meiner Arbeiten, Dreh- und Angelpunkt meiner Geschichten. Ich kartografiere und erkunde Berlin während Spaziergängen, die mich durch das historische Machtzentrum der Stadt führen. Vorbei an den Orten, die ein anderes Berlin bilden. Den Raum zwischen den Häusern und Gebäuden. Der Raum, der ein Innehalten darstellt, darauf wartend, erkundet zu werden. Die […]
Olaf Brzeski
Olaf Brzeskis künstlerisches Narrativ könnte wie folgt beginnen: „Am Anfang stand das Subjekt“, sprich ein eigenständiges, virtuell-modernistisches, auktoriales Ich. Die Frage, ob ein demgemäß konstruiertes, demonstrativ individualistisches Subjekt eine reaktionäre Gestalt ist, überlässt man besser denen, die Kunst unter dem Gesichtspunkt des Fortschritts beurteilen. Brzeskis Arbeit unterläuft die Logik des Fortschritts, indem sie sich auf […]
Chris Sauter
Meine Arbeit untersucht – unter Rückbezug auf verschiedene Quellen wie Architektur, Geschichte, Wissenschaft, Landwirtschaft und Religion – die Verbindungen zwischen Biologie und Kultur, Gegenwart und Vergangenheit, dem Persönlichen und dem Universellen. Mein prinzipielles Vorgehen ist es dabei, gewöhnliche Objekte in andere, wiedererkennbare zu verwandeln, und disparate Materialien und Bilder nebeneinanderzustellen. In diesem Prozess werden gängige […]
Greg Semu
In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit Themen wie kulturelle Verdrängung und die Bedeutung von Identität. Ich benutze Fotografie, Ton und Film, um atmosphärische Dialoge zu entwickeln, in denen die romantisch verklärte kolonialistische Dokumentation des „ersten Kontakts“ hinterfragt wird. Der Aufenthalt in Berlin erlaubt es mit, mit historisch bedeutenden Artefakten zu arbeiten, die das „koloniale“ […]
Róza El-Hassan
Ich bin syrischer und ungarischer Abstammung und kam in Budapest zur Welt. Ich bin im westlichen Teil Deutschlands, in der Nähe von Düsseldorf, aufgewachsen. Deutsch wurde so gewissermaßen zu meiner Muttersprache. Seit 1992 nehme ich an Ausstellungen weltweit teil. Eine bezeichnende Arbeit für meine frühe künstlerische Praxis ist Stretched Chair (1994). Im Jahr 2009 habe […]
Mikko Rikala
Welche Möglichkeiten hat der Mensch, die Welt jenseits des rationalen Verstandes zu beobachten und zu verstehen? So lautet die zentrale Frage, der Mikko Rikala in seiner Arbeit Ausdruck nachgeht. Seine fundamental epistemologische Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem „Sehen“ einerseits, gleichzusetzen mit dem Bereich der Physik und seinen messbaren Dimensionen als eine Form rationalen Wissens, […]
Samnang Khvay
Samnang Khvay setzt sich mit Begriffen wie Vermittlung, Veränderung und Kontinuität auseinander, um geschichtliche Ereignisse, fest verankerte Kulturtraditionen und das Zeitgeschehen neu zu interpretieren. Khvay ist Inhaber eines BA in Malerei der Königlichen Kunstakademie in Phnom Penh (2006) und Gründungsmitglied des Künstlerkollektivs Stiev Selapak sowie der Ausstellungsräume Sa Sa Art Projects (2010) und Sa Sa […]
Jorge Pineda
Jorge Pineda kombiniert den Moment und den Prozess des Maskierens mit einer Art Traumatophilie, in der die Kunstpraxis gewissermaßen dem Impuls der Sublimierung entspricht. Er selbst spricht von einem Interesse an den Auswirkungen von Traumata, wobei er den Fokus auf die Fragilität der Kindheit legt. Seine Arbeit leitet uns in eine dunkle Herrschaft, oder genauer […]
Youki Hirakawa
Youki Hirakawa untersucht in seiner Arbeit den Zustand von Dingen im Fluss der Zeit. Hierzu entnimmt er Objekte oder Phänomene aus ihrem ursprünglichen Kontext, die er anschließend als Fotografien oder Videos in speziell konzipierten Projektionsvorrichtungen zeigt. Der Ausstellungsraum wird somit Teil der zeitlichen Struktur des Werks. In Hirakawas Arbeiten koexistieren zwei Zeitebenen: zum einen die […]