Künstlerhaus Bethanien

Memory Is a Strange Bell

İpek Burçak, Nadja Buttendorf, Markus Draper, Martin Eberle, Noi Fuhrer, Olga Monina, Shaun Motsi, Leonie Nagel, Ania Nowak, Niclas Riepshoff, Max Schaffer, Alina Schmuch, Antje Taubert, Sergio Zevallos

Eröffnung

19.03.2026

19 Uhr

Ausstellung

20.03.2026 –

17.05.2026

Mi–So: 14–19 Uhr

Eintritt frei

Martin Eberle, o.T., aus der Serie „Hi Schatz!“, 2003, Inkjet-Druck

Der Neue Berliner Kunstverein (n.b.k.) und das Künstlerhaus Bethanien präsentieren gemeinsam Arbeiten von Künstler*innen, die 2025 mit dem Arbeitsstipendium Bildende Kunst des Berliner Senats ausgezeichnet wurden. Die Ausstellung wird parallel in beiden Häusern realisiert und versammelt jeweils internationale künstlerische Positionen von in Berlin lebenden und arbeitenden Künstler*innen. Sie macht einmal mehr deutlich, welche zentrale Rolle verlässliche Förderstrukturen für die Produktion und Vermittlung zeitgenössischer Kunst einnehmen.

Die gezeigten Positionen verbindet eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, politischen und historischen Fragestellungen sowie die kritische Reflexion von Machtverhältnissen, Normen und Ideologien. In einem breiten Spektrum an ästhetischen Ansätzen und Medien – darunter Video, Sound, Fotografie, Malerei, Zeichnung, Installation und Performance – verhandeln die Arbeiten unterschiedliche, teils widersprüchliche Erfahrungs- und Wirklichkeitsräume. Dabei werden sichtbare und unsichtbare Machtstrukturen thematisiert, die individuelle und kollektive Wahr-nehmung sowohl im physischen wie auch im digitalen Raum bestimmen sowie Kanonisierung von Wissen und Kulturformen prägen.

Weitere Arbeiten kreisen um Phänomene der Erinnerung – ihre Prozesshaftigkeit, Fragilität und inhärente Ambivalenz. Darauf verweist auch der Titel der Ausstellung, inspiriert von einer Zeile aus einem Brief der US-amerikanischen Dichterin Emily Dickinson (1830-1886) an ihre Schwester: „Memory is a strange Bell –Jubilee, and Knell“ („Erinnerung ist eine sonderbare Glocke – Jubelfeier und Trauergeläut“). In der Metapher des Glockenläutens , das sowohl Freude als auch Verlust markiert, wird Erinnerung als ambivalenter, dynamischer Prozess lesbar – nicht als strategische Fixierung, sondern als fortwährende, komplexe Bewegung. Zugleich spielt das Zitat auf eine Gegenwart an, die von paradoxen Spannungen geprägt ist, ein fortwährendes Pendeln zwischen multiplen Krisen und dem Streben nach Fortschritt und Wachstum.

Ausstellungen

Künstlerhaus Bethanien, Kottbusser Str. 10, 10999 Berlin
Eröffnung: 19. März 2026, 19 Uhr
Laufzeit: 20. März–17. Mai 2026
Künstler*innen: İpek Burçak, Olga Monina, Ania Nowak, Niclas Riepshoff, Max Schaffer, Alina Schmuch, Antje Taubert, Sergio Zevallos
Kuratorin: Antje Weitzel

Neuer Berliner Kunstverein, Chausseestraße 128/129, 10115 Berlin
Eröffnung: 13. März 2026, 19 Uhr
Laufzeit: 14. März–3. Mai 2026
Künstler*innen: Nadja Buttendorf, Markus Draper, Martin Eberle, Noi Fuhrer, Shaun Motsi, Leonie Nagel
Kuratorin: Lidiya Anastasova
www.nbk.org

Ein Projekt des Neuer Berliner Kunstvereins (n.b.k.) in Kooperation mit dem Künstlerhaus Bethanien.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Suche

Range - slider
19742025

SUCHE EINGRENZEN

Checkbox Posttypes