Künstlerhaus Bethanien

Melanie Ubaldo

Aufenthalt

01.05.2026 –

30.04.2027

Melanie Ubaldo, Talk Dirty to Me, 2022, Foto: Claudia Hausfeld

Melanie Ubaldo bezeichnet ihre Arbeiten als „Monumente der Nichtzugehörigkeit“ – ein Begriff, über den sie Fragen von Zugehörigkeit, Verortung und Identität im Kontext gegenwärtiger gesellschaftlicher und politischer Bedingungen reflektiert. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich aus einer autobiografisch geprägten Perspektive mit Intersektionalität. Die wechselseitige Durchdringung von Kunst und Leben ist in ihrem Werk nicht auflösbar: Persönliche Schicksalsschläge, Erinnerungen und Verlusterfahrungen werden in Beziehung zu größeren gesellschaftlichen Diskursen über Rassismus, Identität, Migration und Ausschlusserfahrungen gesetzt.

In ihren Arbeiten, die Malerei, Installation und großformatige Interventionen umfassen, setzt sich die Künstlerin Melanie Ubaldo mit Fragen von Machtverhältnissen, Vorurteilen, Flucht, Migration, Erinnerung, Verlust und kulturellem Erbe auseinander. Trotz ihrer häufig monumentalen Dimension bewahren vieler der Arbeiten eine ausgeprägte Sensibilität sowie einen präzisen, mitunter auch humorvollen Blick auf ihre Themen. Ihre Praxis bewegt sich kontinuierlich im Spannungsfeld zwischen Sichtbarkeit und Entzug, Intimität und Monumentalität sowie persönlicher Erzählung und kollektiven Geschichtschreibungen.

Neben ihrer individuellen Praxis ist Melanie Ubaldo Mitbegründerin von Lucky 3, einem Kollektiv isländischer Künstler*innen philippinischer Herkunft. Die gemeinsame Arbeit des Kollektivs setzt sich mit Themen wie Migration, Zugehörigkeit, Arbeit, Erinnerung und diasporischen Erfahrungen auseinander. In ihrer individuellen Praxis wie auch in ihrer kollektiven eröffnet Melanie Ubaldo Räume für die Auseinandersetzung mit Identität, Gemeinschaft und den komplexen Bedingungen kultureller Hybridität.

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