Hovers
Shunsaku Hayashi hat das Motiv des Bocksprungs als Ikone des rebellischen Geistes unserer Zeit entworfen. Sein Film hovers präsentiert das von einem Fußball-Videospiel inspirierte Schema in Form einer Stop-Motion-Animation, die aus seinen Originalgemälden besteht. Der Bocksprung manifestiert sich als ein spielerisches Ritual des Torjubels. Der Heldengestus des Springens ist mit einem sofortigen Rollentausch in eine […]
It Started with a Pear
Mit It Started with a Pear entwickelt Noé Duboutay eine Erzählung über Begehren, Erinnerung und die Konstruiertheit von Geschlecht. Ausgangspunkt der Ausstellung ist der mittelalterliche Versroman Le Roman de Silence von Heldris de Cornuälle aus dem 13. Jahrhundert: die Geschichte eines Mädchens, das als Junge erzogen wird, um innerhalb einer patriarchalen Erbordnung gesellschaftlich bestehen zu […]
Ren Loren Britton: Deixis & Needs
Was wäre, wenn nicht Normen, sondern Bedürfnisse bestimmen würden, wie wir zusammenleben, Beziehungen gestalten und Institutionen organisieren? Ren Loren Brittons erste institutionelle Einzelausstellung Deixis & Needs versammelt skulpturale Objekte, Textilien und eine Soundarbeit zu einer raumgreifenden und multi-sensorischen Installation. Beim Betreten des Ausstellungsraums bewegen sich mit Helium gefüllte Ballons langsam durch die Luft. Manche schweben […]
Memory Is a Strange Bell
Der Neue Berliner Kunstverein (n.b.k.) und das Künstlerhaus Bethanien präsentieren gemeinsam Arbeiten von Künstler*innen, die 2025 mit dem Arbeitsstipendium Bildende Kunst des Berliner Senats ausgezeichnet wurden. Die Ausstellung wird parallel in beiden Häusern realisiert und versammelt jeweils internationale künstlerische Positionen von in Berlin lebenden und arbeitenden Künstler*innen. Sie macht einmal mehr deutlich, welche zentrale Rolle […]
This is not a Dance Film
In This is not a Dance Film werden Tänzerin und Fotografin zu wechselseitigen Akteurinnen in einer choreografischen Situation, in der das Filmen selbst zur treibenden Kraft wird. Die Tänzerin reagiert auf die Kamera, die Kamera reagiert auf den Körper – eine Schleife aus Bewegung, Blick und Steuerung entsteht. Zunächst scheint die Rollenverteilung eindeutig: Die Tänzer*in […]
16 Dreams of Me
Die Ausstellung 16 Dreams of Me entfaltet einen vielschichtigen, traumähnlichen Erfahrungsraum, in dem persönliche Erinnerung, kollektives Trauma und politische Realität untrennbar miteinander verwoben sind. Traum erscheint hier nicht als Rückzugsort, sondern als ein Zustand der Auseinandersetzung – ein Raum, in dem innere Bilder, gesellschaftliche Prägungen und politische Gewalt ineinandergreifen. Im Zentrum der Ausstellung steht die […]
Substitute for a Sunset
Beim Betreten von Andreas Brunners Ausstellung Substitute for a Sunset fällt der Blick auf eine ehemalige Leuchtreklame, hoch montiert, ihres ursprünglichen Inhalts vollständig entledigt. Transparentes Paneel, blankes Aluminium, freigelegte Elektronik. Ein kalter Lichtkreis leuchtet gleichmäßig, ohne Bild, ohne Text, ohne Adresse. Was sonst Aufmerksamkeit bindet und Bedeutung verspricht, wirkt hier wie ein reiner Apparat. Technik […]
Skinny Cat
In Malthe Møhrs Video Sja Mægre ist Erinnerung (im) Körper und in den Rhythmus eines gleichmäßigen Beats eingeschrieben. Als filmisches Metronom, das unsichtbar bleibt, gibt dieser Beat – dumpf und doch präzise – das Tempo der dialektischen Erzählweise des Künstlers vor: zwei Projektionen/Videos zeigen unterschiedliche Aspekte derselben Geschichte. Für die filmischen Figuren bestimmt er, wie […]
Sweet Sweet Sun
Nur einen kurzen Spaziergang vom Künstlerhaus Bethanien entfernt entfalten sich allabendlich im Wäldchen des Volksparks Hasenheide Praktiken des Cruisings, die erstaunlich viel gemeinsam haben mit den Ritualen einer Künstler*in, der/die zwischen internationalen Residencies pendelt. Jede Annäherung – sei es an das Objekt der Begierde oder, nüchterner gesagt, an eine Galerie – beinhaltet ein Zögern, ein […]
Entropy
Der konzeptuelle Rahmen des diesjährigen LABA-Stipendienprogramms ist Entropie. Jede Woche trafen sich jüdische und muslimische Künstler*innen im Künstlerhaus Bethanien, um Entropie aus wissenschaftlicher, theologischer und philosophischer Perspektive zu erforschen und, begleitet von Vertreter*innen beider Konfessionen, in Beziehung zu ihrer künstlerischen Praxis zu setzen. Entropie markiert den Lauf der Zeit und die Unvermeidbarkeit von Veränderung: Verfall, […]