Künstlerhaus Bethanien

Reed Still

DISASTER INDEX, 2025, printed matter, stale air, voice of authority, broken dreams, readymades, disappearances, photo by Hong Cheolki © ARKO Art Center

Reed Still arbeitet mit Sprache, Dokumenten und institutionellen Systemen als künstlerischem Material. Reed Still untersucht, wie Institutionen durch Sprache und Formen der Kommunikation bestimmen, was sichtbar wird, wie Anerkennung verteilt wird und was als Arbeit gilt oder nicht erfasst wird.

Die Arbeiten knüpfen an Fragen der „institutional critique“ an, übertragen diese jedoch in gegenwärtige Bedingungen von Bürokratie, Kommunikation und Sichtbarkeit. Statt Institutionen als feste Strukturen zu verstehen, interessiert sich Reed Still dafür, wie sie durch Prozesse von Einschluss, Aneignung und Übersetzung funktionieren — und wie dabei auch kritische oder widersprechende Positionen integriert werden können, ohne dass sich die Strukturen selbst verändern.

Reed Still versteht institutionelle Kontexte daher als bewegliche Beziehungsgefüge. Die Arbeiten entstehen oft an den Schnittstellen zwischen administrativen Abläufen und gelebter Realität — dort, wo durch Schreiben, Ordnen und Dokumentieren Bedeutung hergestellt, verschoben oder auch entzogen wird. Autor*innenschaft wird dabei nicht als Ursprung verstanden, sondern als Ergebnis der Prozesse innerhalb institutioneller Systeme.

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